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Nachbericht: »Musik und Film« – Podiumsdiskussion am 15.5.2013

20. Mai 2013

Musik und FIlm - MHMK München Ulrich Limmer, Klaus Doldinger, Ivana Dragila, Jürgen GrethlerFilmmusik: Der Kampf um Rechte und Budgets

Musik ist aus Film und Fernsehen nicht wegzudenken, so viel steht nach der Podiumsdiskussion „Musik im Film“ fest, die am 15. Mai 2013 auf Einladung der Studienrichtung Musikmanagement am MHMK Campus München stattfand. Und obwohl dies so einfach klingt, sehen sich Filmmusikkomponisten zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber.

Ein Nachbericht von Patricia Stainer.

Filmproduzent Prof. Ulrich Limmer gab dann auch offen zu, dass sich Produzenten oft erst am Ende des Produktionsprozesses um den Aspekt Musik kümmern und dabei vor allem zwei Ansprüche haben: „möglicht schnell und möglichst billig“. Und tatsächlich erhalten vor allem Komponisten für Fernsehproduktionen nur eine sehr geringe Entlohnung für ihre Arbeit und verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch die Zweitverwertung. Denn von durchschnittlich 10.000 Euro Honorar müssen alle Kosten (Studio, Musiker etc.) finanziert werden. Hinzu kommt, dass der Konsument in Deutschland aus bisher nicht ersichtlichen Gründen keine Soundtracks von seinen Lieblingsfilmen kaufen – anders als z.B. in den USA. Gerade Hollywood und seine Übermacht im Filmgeschäft sind aber für die geringen Budgets am deutschen Filmmarkt mit verantwortlich.

Dieser Darstellung schließt sich Rechtsanwalt und Experte für Filmmusik Jürgen Grethler an und weißt zudem auf den komplizierten Vorgang der Rechteübertragung für die Synchronisation hin. Vor allem bei der Verwendung von bereits komponierten Stücken kann es schwierig sein und ausgeklügelte Verträge erfordern, bis man alle nötigen Rechte von allen Rechteinhabern hat. Natürlich spielt bei all dem auch die GEMA eine große Rolle, besonders bei der Gebühreneintreibung und -ausschüttung für die öffentliche Wiedergabe. GEMA-Aufsichtsrat und Filmmusikkomponist Klaus Doldinger (u.a. Tatort, Die unendliche Geschichte, Das Boot) bestätigte dies mit Nachdruck. Zudem legte er dar, dass die Musik für den Film unerlässlich ist, um Emotionen zu vermitteln.

Das Fazit dieser Diskussion, moderiert von Ivana Dragila, Redakteurin des „Musikmarkts“, kann also wie folgt lauten: Trotz der komplizierten Rechtslage und geringen Gage können sich Film und Musik gegenseitig so positiv beeinflussen, dass der Komponist eine große Rolle für den Erfolg einer Produktion spielt.

Weitere Eindrücke von der Veranstaltung sind auch im „Musikmarkt“ unter diesem Link zu lesen.

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