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Musikwirtschaftsforschung trifft Musikwissenschaft

2. Oktober 2016

Zum 16. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) an der Universität Mainz kamen vom 14.-17. September 2016 mehr als 500 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um in zahleichen Symposien und Roundtables über die Zukunft des Fachs Musikwissenschaft im Zeitalter der Digitalisierung zu diskutieren.

(Mainz) Auf der größten deutschsprachigen Musikwissenschaftstagung initiierte Prof. Dr. Martin Lücke (Hochschule Macromedia Berlin) gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Flath (Universität Paderborn) und Prof. Dr. Peter Tschmuck (Universität für Musik und Darstellende Künste Wien) einen Roundtable zum Thema Musikwirtschaftsforschung als Inter-Disziplin aus Musik-, Kultur,- Wirtschaftswissenschaft, Jura, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Psychologie etc. Die Musikwirtschaftsforschung beschäftigt sich an dieser Schnittstelle umfassend mit dem Kultur- und Wirtschaftsgut Musik hinsichtlich Produktion, Distribution und Rezeption. Musik wird hierbei immer als Ware verstanden, als ein kreativ gestaltetes Produkt, das in einen Markt hineingebracht werden muss und dort wechselwirkt mit ganz unterschiedlichen Akteuren, seien es Autoren oder Ausübende Künstler, seien es Unternehmen der Reproduktion- oder Livebranche, seien es Medien oder andere Distributoren.

Vor allem die traditionell starke historische Musikwissenschaft zeigt noch häufiger Berührungsängste mit wirtschaftlichen Themen bzw. einem wirtschaftlichen Denken seitens der Autoren, dabei ist das Kulturgut Musik stets in einen wirtschaftlichen Kontext eingebunden. Peter Tschmuck, Beate Flath und Martin Lücke diskutierten angeregt mit den anwesenden Gästen, mit welcher Strategie sich die Musikwirtschaftsforschung in Zukunft als eigenständige Wissenschaftsdisziplin etablieren kann. Dazu zählen nicht zuletzt die Gründung einen nationalen (Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, GMM) und internationalen Fachverbands (International Music Business Research Association, IMBRA), sondern auch die Etablierung von zwei Schriftreihen.

Der Dialog mit den verschiedenen Fachdisziplinen wird auch in Zukunft durch verschiedene Formate im internationalen Kontext fortgesetzt werden. #gfm2016

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