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Superstarsuche: Musikcastingshows im interdisziplinären Diskurs

2. Oktober 2016

Noch immer boomen weltweit und speziell in Deutschland Castingshowformate unterschiedlicher Couleur. Egal, ob es um die Suche nach dem zukünftigen Gesangssuperstar, das allernächste Topmodell oder – seit neuestem – Figurentheaterspieler*innen geht. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesem spannenden Themenkomplex und so lud der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation der Universität Würzburg vom 3. bis zum 5. Dezember 2015 zu einer interdisziplinäre Tagung rund um das Thema Musikcastingshows in den Kulturspeicher Würzburg. Mit dabei waren auch Prof. Dr. Martin Lücke vom Campus Berlin der Hochschule Macromedia sowie Prof. Dr. Elke Kronewald von der FH Kiel. Weiterlesen …

POLARITY SHIFT – A successful panel discussion and female takeover in Berghain Kantine

29. Dezember 2015

v2-fv_back_148x148_Polarity-Shift_01„POLARITY SHIFT | c/c women in electronic music“ was the sequel of „The survival of electronic music scene“, an event approaching the historical relevance of Berlin’s electronic music scene by inviting professionals from the scene to participate in a panel discussion in order to gain a deeper understanding of past and current opportunities and challenges in the “capital of techno”

Ein Gastbeitrag von Anita Jóri

(Berlin) The event „POLARITY SHIFT“ on 11th October focused upon a specific aspect of the electronic music scene: the female artists’ situation. Although being perceived as diverse and open-minded, the electronic music scene has to struggle with gender-related preconceptions that stigmatize an entire subculture as male-dominated. Therefore, the team behind the project decided to establish a platform to address concerns regarding the underrepresentation of women in the electronic music scene and raise awareness of an issue that has been dealt with in many cases, yet, none of which has brought forth any substantial changes. But instead of simply pointing out the fact that women apparently have been outnumbered by men in the field of electronic music, the aim was to go a step further, converting the issue into a source of creativity by inviting different participants of the scene to be part of another panel to discuss their approaches on dealing with the challenging situation. Weiterlesen …

The survival of electronic music scene – panel discussion and party in Berghain Kantine

29. Dezember 2015

BerghainInvite extraordinary guests to talk about an exciting topic in a perfect location. – What else do you need for a successful panel discussion?

Ein Gastbeitrag von Anita Jóri

On 27th May over 160 guests listened carefully to the discussion on the current situation of the electronic music scene. Anita Jóri (research assistant – Macromedia University of Applied Sciences) asked Szilvia Lednitzky (Lower Order Ethics; Office Manager & Head of Logistics – LittleBig Music Agency), Martin Maischein (Goner; Sound Engineer – Berghain), Brian May (Beam Up and DJ Delay) and Dr. Botond Vitos (Researcher – Monash University, Melbourne; Art Director and Production Editor – EDM Journal “Dancecult“) about their
experiences on the electronic/dance music scene in Berlin and beyond with giving an overview on the actual situation of managers, artists and the various audience groups. Weiterlesen …

Staatliche Popmusikfinanzierung – ein Zukunftsmodell? Spannende Diskussion mit Vertretern der Berliner Musikszene

8. April 2014

Plakat-MusicBoard-2014-03-19-1Berlin, 2. April 2014: Das erste Kulturstudio im Sommersemester 2014 mit den Gästen Katja Lucker, Andreas Richter, Stephan Hengst, Laurids Richter und Gregor Heinze sowie dem Moderator Martin Lücke, Professor für Musikmanagement am Campus Berlin, stand ganz im Zeichen öffentlicher Kulturfinanzierung. Bekanntlich geben Bund, Länder und Gemeinden jedes Jahr mehr als 10 Mrd. Euro für kulturelle Zwecke aus, die vor allem der sogenannten Hochkultur (Sprech- und Musiktheater, klassische Musik, Museen etc.) zu Gute kommen. Die populäre Kultur zieht bei der Verteilung der Mittel oftmals den Kürzeren, schließlich ist diese oftmals auf den Mainstream ausgerichtet und finanziert sich über den Markt selbst – so zumindest die Theorie.

Ende 2012 berief nun aber das Land Berlin Katja Lucker zur Musikbeauftragten und statte das gleichzeitig ins Leben gerufene Musicboard mit einer Million Euro Kapital aus. Ziel: Förderung der Rock- und Popmusik in Berlin. Zunächst drehte sich auf dem Podium alles um die Frage, wie das Musicboard funktioniert, wen und oder was es fördert und welchen Sinn eine staatliche Förderung der Popkultur überhaupt hat, denn eine Million Euro sind im Vergleich zur zigfachen Hochkulturförderung überaus geringe finanzielle Mittel. Wichtig sei aber, so Lucker, dass überhaupt einmal mit einer zielgerichteten Förderung der Populärkultur begonnen werde. Die beiden Stipendiaten des Musicboard, der Schlagzeuger Laurids Richter und Jazzpianist Gregor Heinze, erläuterten dann auch ausführlich, wie sie die Förderung des Musicboard einsetzen; wobei sich die Höhe der Förderung auf jeweils ca. 6.500 Euro beläuft – umgerechnet auf die Dauer eines halben Jahres ca. 1.100 Euro pro Monat. Doch dank dieser Mittel konnten sich die beiden Musiker mehr auf ihre Musik konzentrieren, brauchten in dieser Zeit weniger unterrichten und hatten dadurch mehr Zeit für spannende musikalische Experimente. Das Ergebnis dieser halbjährigen Experimentierphase wird bald veröffentlicht, dennIMG_1146---Kopie kurz vor der Podiumsdiskussion konnten die beiden ihr fertiges Master in Empfang nehmen. Denn die soziale Lage vieler Musiker, egal aus welchem Genre sie stammen, ist alles andere als rosig, einige wenige können mehr als gut von Ausübung ihrer Kunst leben, wohingegen eine Vielzahl talentierter Musiker vor und hinter den Kulissen von Förderungen aller Art abhängig ist, um sich ihrer Kunst widmen zu können – die Zahlen der KSK (Künstlersozialversicherung) zeigen hier in aller Deutlichkeit, wie gering die monatlichen Einnahmen für Musiker sind: ca. 1.000 Euro!

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Der phonografische Markt in den USA, 2000-2013

31. März 2014

Peter Tschmuck über den phonpgrafischen Markt in den USA im Vergleich 2000 bis 2013!!!

Musikwirtschaftsforschung

Vor kurzem hat die Recording Industry Association of America (RIAA) die Umsatzzahlen (shipment figues) für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen sind zwischen 2012 und 2013 um 7,6 Prozent auf US$ 4,36 Mrd. gestiegen. Dennoch sind die Gesamtumsätze (digital & physisch) leicht um 0,3 Prozent von US$ 7,016 Mrd. auf US$ 6,996 Mrd. im Jahr 2013 gefallen. Das bedeutet, dass der Umsatzrückgang beim physischen Produkt (CD, Vinyl, DVD, SACD) von 12,3 Prozent oder US$ -325,7 Mio. nicht ganz durch den Zuwachs im Digitalsegment kompensiert werden konnte. Insgesamt machen die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen 2013 bereits rund 64 Prozent vom Gesamtumsatz aus.

Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist das boomende Streaming- und Subskriptionssegment, das im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf US$ 1,4 Mrd. zugelegt hat. Gleichzeitig sind aber die Single-Track-Verkäufe um 3,3 Prozent oder US$ ‑54,6 Mio. zurückgegangen. Bei den digitalen Alben-Downloads konnte ein leichter Zuwachs von…

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Warum so viele Schlager total unterschätzen

31. März 2014

Warum so viele Schlager total unterschätzen

Die Huffington Post widmet sich dem Thema Schlager. Lesenswerter Beitrag.

MHMK Kulturstudio – für neues Denken in Kunst und Kultur: „Staatliche Popmusikförderung – ein Zukunftsmodell?“

23. März 2014

ImageDas „MHMK Kulturstudio – für neues Denken in Kunst und Kultur“ geht der Frage nach, welche Kommunikations- und Förderkonzepte für die Welt der Kulturvermittlung heutzutage sinnvoll und vielversprechend sind. Die diesjährige Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe am 2. April 2014 auf dem MHMK-Campus Berlin lädt Experten und interessierte Gäste zur Diskussion über aktuelle staatliche Aktivitäten in der Popmusikförderung, wobei das unlängst in Berlin eingerichtete „Musicboard“ als konkreter Bezugspunkt dienen soll. Ausgehend von der Frage, warum ein staatliches Eingreifen hier überhaupt erforderlich (geworden) ist, soll der Sinn und Zweck von staatlicher Popmusikförderung und Instrumenten wie dem Musicboard reflektiert werden. Ziel der Veranstaltung ist explizit nicht die Polarisierung bzw. Konfliktualisierung etwaiger unterschiedlicher Positionen, vielmehr sollen verschiedene Perspektiven eröffnet werden. Auch kann über die o.g. Ausgangsfragen hinaus in den Fokus genommen werden, wie es um das Verhältnis des Musicboards und der Musikindustrie bestellt ist bzw. wie dieses Verhältnis langfristig zum Wohle der Künstler gestaltet werden soll/kann. Inwiefern eine Einrichtung wie das Musicboard Aufgaben und Funktionen übernehmen/ergänzen kann/soll/muss, die bisher von privatwirtschaftlichen Organisationen, etwa von Labels und Verlagen erfüllt wurden (ein Stichwort wäre hier „Artist Development“). Oder auch, in welcher Weise privatwirtschaftliche Akteure produktiv an die Arbeit des Musicboards anknüpfen könnten/sollten. Auch aktuelle Entwicklungen im Bereich der klassischen Musik können bei Interesse auf dem Podium und im Publikum Eingang in die Diskussion finden, wobei insbesondere die Finanzierungsmodelle und -strategien von freien Orchestern von Interesse sein dürften. Sie kennzeichnen eine gleichsam gegenläufige Orientierung – weg von der Fokussierung auf öffentliche Mittel bzw. staatliche Förderung hin zur Förderung durch private Sponsoren.
 
Es diskutieren:

  • Katja Lucker, Berliner Musikbeauftragte
  • Andreas Richter, Consultant
  • Gregor Heinze und Laurids Richter, Stipendiaten des Musicboards
  • Martin Lücke, Professor für Musik- und Medienmanagement an der MHMK

Wir würden uns sehr freuen, Sie am 2. April ab 18:30 Uhr am MHMK-Campus Berlin am Mehringdamm 33 in 10961 Berlin begrüßen zu dürfen. Alle Fachleute und interessierten Gäste sind herzlich eingeladen.

ICE 547

28. Oktober 2013

Nach 238 Minuten Verspätung endlich am Ziel. Orkan „Christian“ sei dank!

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Management in der Musikwirtschaft

13. Oktober 2013

Cover Management in der MusikwirtschaftAb dem 13. Oktober 2013 ist das Lehrbuch „Management in der Musikwirtschaft“ über den regulären Buchhandel bestellbar. Im Ankündigungstext heißt es: 

„Selten war Musik so präsent wie in heutiger Zeit. Trotzdem befindet sich die Musikindustrie in ihrer bis dato schwersten wirtschaftlichen Krise. Seit mehr als zehn Jahren sinken, auch aufgrund der Digitalisierung, im Tonträgergewerbe weltweit die Umsätze. Gleichzeit erleben das Live-Business und andere Bereiche neue Umsatzrekorde. Die gesamte Musikwirtschaft befindet sich in einem nachhaltigen Wandel, noch ist nicht endgültig abzusehen, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. In diesem als Lehrbuch konzipierten Band stellen die Autoren die Geschichte der Musikwirtschaft dar und erläutern deren wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhänge. Zudem geben sie Handlungsempfehlungen zu wichtigen Aspekten des Musikmanagements. Abgerundet wird das Buch durch Fallbeispiele, die den Wandel der Musikwirtschaft in den letzten Jahren anhand konkreter Unternehmen zeigen.“

ISBN: 978-3-17-022146-8

Verlag: Kohlhammer

258 Seiten, 71 Abbildungen

Preis: 39,90 Euro

 

Vom Album auf die Bühne: Tabaluga – Oder: Ein kleiner grüner Drache erobert die Welt

15. August 2013

»Mit Tabaluga ist es uns gelungen, ein eigenes Genre der deutschen Musicalkultur zu schaffen. Der unglaubliche Erfolg zeigt uns, dass Menschen jeden Alters die charmante und positive Lebenseinstellung von Tabaluga lieben und miterleben wollen.«[1]

Dortmund, Westfalenhalle 1: Menschenmassen strömen an einem kalten Winterabend 2012 von den Parkplätzen Richtung Halle; kleine Menschen, sprich Kinder, mit grünen, selbstgebastelten Masken auf dem Kopf, ein passendes Kuscheltier unter dem Arm, Erwachsene, froh gelaunt, bekannte Melodien summend. Die Stimmung ist gut, alle sind gespannt, die Halle scheint ausverkauft. Aber was verursacht diesen abendlichen Menschenauflauf? Die amerikanische R&B-Queen Beyonce? Die Rolling Stones? Xavier Naidoo oder gar eine Re-Union der erfolgreichen britischen Boy-Band Take That? Letztlich war es Tabaluga, ein kleiner grüner Drache, der zum ersten Mal 1983 das Licht der Welt entdeckte und seitdem – mit etlichen zeitlichen Pausen – Kinder und Erwachsene gleichermaßen sowohl musikalisch (Alben) als auch szenisch (Tournee, Musical) erfreut. Mit der 2011/2012 durchgeführten Musical-Tournee unter dem Titel Tabaluga und die Zeichen der Zeit, die mehr als 370.000 Besucher anzog, ging nach nunmehr fast 30 Jahren die Ära des grünen Drachen zu Ende. Sein Geburtshelfer Peter Maffay und dessen Plattenfirma Sony Music machten publik, dass es keine weitere Veröffentlichung um die Figur Tabaluga herum geben werde – vielmehr werde eine internationale Vermarktung des vorhandenen Materials vorbereitet. Der jahrelange Erfolg und das gleichzeitige Ende dieser von Peter Schwenkow, der mit seinem Unternehmen Deutsche Entertainment AG (DEAG) die Tournee veranstaltete, als Musicalkultur bezeichneten Reihe ist daher Anlass, sich einmal genauer die Gründe für den Erfolg dieser Bühneninszenierung anzuschauen. Doch ist Tabaluga überhaupt ein Musical? Folgt die weitere Betrachtung einer kurzen Definition von Peter Wicke, dann kann diese Frage schon zu diesem frühen Zeitpunkt nur bejaht werden: »Musical: in den USA entstandene Gattung des musikalischen Unterhaltungstheaters in Form eines zumeist üppig ausgestatteten Bühnenstücks mit gesprochenen Dialogen, Gesang und Tanz.«[2]

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